Landeshauptmann
Wenn die Bühne im Hof in St. Pölten heuer ihr 20-Jahre-Jubiläum feiert, erfüllt das natürlich auch den Landeshauptmann von Niederösterreich mit Stolz und großer Freude. St. Pölten ist heute im Spannungsfeld Wien – Linz, im gesamten Ostösterreich, ja in der ganzen Republik und darüber hinaus eine feste kulturelle Größe. Das ist auch ein Verdienst des Wirkens von Mimi Wunderer an der Bühne im Hof – und in den ersten Jahren auch am Festspielhaus. Mit Wurzeln in einem anderen Kulturkreis hat sie unseren Kulturkreis erweitert und befruchtet, das niederösterreichische Kulturleben in positivem Sinn durcheinander gewirbelt und ihm zu nationaler und internationaler Anerkennung verholfen.
So ist es nahezu selbstverständlich, dass die Bühne im Hof bald zu klein, mittlerweile mehrfach erweitert wurde und nach wie vor nicht nur auf schöne Erfolge, sondern auch großes Publikumsinteresse und eine hervorragende Auslastung verweisen kann. Mit Kinder- und Jugendtheater zu Themen aus dem unmittelbaren Lebensumfeld
der Jugend, mit Kabarett und Kleinkunst, Musik- und Tanzproduktionen, die dem Dialog, der Offenheit und Toleranz verpflichtet sind, hat die Bühne im Hof längst ihr Publikum gefunden und lässt es, was niemanden verwundert, der seine Prinzipalin kennt, nie wieder aus.
Ich wünsche Mimi Wunderer und ihrem Team weiterhin viel Erfolg und gutesGelingen und allen Besuchern und Besucherinnen unvergessliche Stunden in diesem niederösterreichischen Kulturjuwel.
Bürgermeister
Die Bühne im Hof öffnete genau am 1. April 1990 ihre Pforten für das St. Pöltner Publikum. Der damalige Bürgermeister Willi Gruber betonte in seiner Eröffnungsrede, dass mit der Erhebung St. Pöltens zur Landeshauptstadt unter anderem besonderes Augenmerk auf die Kulturpolitik im Rahmen der Hauptstadtentwicklung zu legen sei. In den vergangenen 20 Jahren wurde dies erfolgreich umgesetzt, wenn man sich heute das kulturelle Leben und Geschehen in St. Pölten vor Augen hält.
Die Bühne im Hof war das „erste kulturelle Hauptstadtprojekt“, ein Vorzeigeprojekt, was die künstlerische Ambition und Offenheit anbelangt. Lange bevor Festspielhaus und der gesamte Kulturbezirk nur in Ansätzen Gestalt annahmen, wurde hier die Bühne im Hof geschaffen und ihr durch Mimi Wunderer Leben eingehaucht. Dafür gebührt ihr, deren künstlerische Entfaltung der kulturellen Ausstrahlung der Stadt wertvolle Impulse gab, an dieser Stelle großer Respekt. Es ist ihr hier gelungen, einerseits künstlerische und geistige Weltoffenheit zu präsentieren, und zum anderen hat sie es geschafft, durch spezifische Projekte Schulen und die Jugend zu gewinnen, womit ihr eine großartige lebende Symbiose gelungen ist.
Ich wünsche der Bühne im Hof auch weiterhin so viel Erfolg!
Geschäftsführer NÖ Kulturwirtschaft
„Der Ursprung zur Marke Niederösterreich“
Die langjährige, kontinuierliche und konsequente künstlerische Arbeit der Bühne im Hof stand und steht seit nunmehr zwei Jahrzehnten ganz im Zeichen des „Brücken Schlagens zwischen Gegensätzen“. Dieses Talent zeigt sich ganz offensichtlich und bereits rein äußerlich am Gebäude in der gelungenen Verbindung von historischer Bausubstanz und moderner Architektur. Das Unterfangen, Unterhaltungskultur und gesellschaftspolitische Auseinandersetzung qualitativ hochwertig in Theaterform zusammen zu führen, gelingt. Ebenso fruchtet im Rahmen des „Dialogs der Kulturen“ die Verbindung von westlichen Kunstangeboten mit künstlerisch in anderen Kulturen beheimateten Inhalten – nach wie vor ein zentrales Motiv in der Programmatik der Bühne im Hof. Jugend- und Vermittlungsarbeit in Form innovativer Kulturvermittlungskonzepte umzusetzen und diesem Thema als quotenorientierter Kulturbetrieb eine so hohe Bedeutung zu zusprechen, stellt einen weiteren gelungenen Brückenschlag dar und zeugt überdies von mutiger, wacher und neugierig gelebter unternehmerischer Tätigkeit. Die Bühne im Hof versteht sich als kulturelle Institution der St. Pöltnerinnen und St. Pöltner, und als Leitbetrieb des Landes Niederösterreich.
Die Bühne im Hof verbindet Gegensätze, so, wie auch Niederösterreich Gegensätze verbindet und hat durch ihre Arbeit in vielerlei Hinsicht wesentlich zur Positionierung Niederösterreichs als Kulturland und dadurch auch zur Etablierung der „Marke Niederösterreich“ beigetragen.
NÖ Nachrichten / Chefredakteur-Stellvertreter
Manche Wiener tun sich heute noch schwer mit dem Namen. Und siedeln die Bühne am Hof an und nicht im Hof, wo sie bekanntlich hingehört. Einer der Gründe dieser Beharrlichkeit ist wohl die Bedeutung der Bühne für das Leben und die Kunst der niederösterreichischen Landeshauptstadt und weit darüber hinaus: Ein solches, längst zur Institution gewordenes Haus muss wohl eine bessere Adresse haben als irgendwo da hinten im Hof. Schon lange ist die Bühne im Hof Richtschnur und maßgebender Wegweiser. Als viele in Niederösterreich noch nicht wussten, ob man Kabarett mit einem oder mit zwei t schreibt, hat die Bühne im Hof schon all jene präsentiert, die in dem Genre Namen und Rang hatten und haben. Und obwohl heute schon in jedem Wirtshaushinterzimmer Kabarettisten auftreten, schaut die Branche trotzdem immer noch darauf, wen die Bühne im Hof engagiert. Als in Wien das Tanzquartier gegründet wurde, hatte Israels „The Batsheva Dance Company“ bereits im Hof gastiert. Als man in Österreich draufkam, dass Kinder- und Jugendtheater sich nicht einfach auf Märchenfirlefanz beschränken darf, sondern die sozialen Probleme junger Menschen ansprechen muss, hatte man das hier schon längst getan. Und als man in Europa entdeckte, dass der angedrohte Clash of Civilizations dringender Gegenmaßnahmen bedarf, hatte man in der Bühne bereits den Verein für den Dialog zwischen den Kulturen gegründet. Nebenbei wurde auch noch die gesamte Anlage umgebaut und in ein hochmodernes Theater verwandelt. Das alles geschah nicht durch Zufall, das Phänomen Bühne im Hof hat einen Namen. Mimi Wunderer. Seit zwanzig Jahren leitet sie das Haus mit mindestens so viel Geschick und Gespür wie Sachkenntnis und Detailwissen, vorallem aber mit Elan und visionärer Kraft. Dass sie dabei von einem hoch motivierten und qualifizierten Team unterstützt wird, unterstreicht ihre Fähigkeiten. Das Jubiläum der Bühne im Hof ist ein hervorragender Anlass, der Intendantin bewundernd unsere
Referenz zu erweisen. Was hiermit ausdrücklich geschieht!